Warum Blutarmut Benommenheit, Müdigkeit und Leistungsschwäche verursachen kann
Schwindel bedeutet nicht automatisch, dass eine Erkrankung des Gleichgewichtsorgans vorliegt.
Auch Veränderungen des Blutes können dazu führen, dass sich Menschen benommen, unsicher oder ungewöhnlich erschöpft fühlen. Eine mögliche Ursache ist eine Anämie – umgangssprachlich Blutarmut.
Dabei ist meist nicht tatsächlich „zu wenig Blut“ vorhanden. Entscheidend ist vielmehr, dass die Konzentration des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin vermindert ist.
Hämoglobin befindet sich in den roten Blutkörperchen und transportiert Sauerstoff von der Lunge zu den Organen und Geweben.
Ist zu wenig Hämoglobin vorhanden, kann die Sauerstofftransportkapazität des Blutes abnehmen.
Das kann sich unter anderem durch Müdigkeit, Leistungsschwäche, Kurzatmigkeit, Herzklopfen oder Schwindelbemerkbar machen.
Ein typisches Beispiel
Eine Patientin berichtet über zunehmende Benommenheit und Unsicherheit beim Gehen. Besonders beim Treppensteigen oder bei längeren Spaziergängen fühlt sie sich ungewöhnlich erschöpft.
Ein klassischer Drehschwindel besteht nicht.
Auch typische Auslöser eines Lagerungsschwindels wie Umdrehen im Bett, Hinlegen oder Aufrichten des Kopfes fehlen.
Bei der vestibulären Befundung ergeben sich keine eindeutigen Hinweise auf eine relevante Störung des Gleichgewichtsorgans.
Im weiteren Gespräch berichtet die Patientin zusätzlich über:
- ungewöhnlich starke Müdigkeit
- verminderte körperliche Belastbarkeit
- gelegentliches Herzklopfen
- Kurzatmigkeit bei Belastung
- Konzentrationsprobleme
In einer ärztlich veranlassten Blutuntersuchung zeigt sich schließlich eine Anämie.
Dieses Beispiel verdeutlicht einen wichtigen Punkt:
Schwindel kann auch Ausdruck einer Erkrankung außerhalb des Gleichgewichtssystems sein.
Was passiert bei einer Anämie?
Die roten Blutkörperchen – die Erythrozyten – enthalten Hämoglobin.
An dieses Hämoglobin bindet sich in der Lunge Sauerstoff. Über den Blutkreislauf wird der Sauerstoff anschließend zu Gehirn, Muskulatur und anderen Organen transportiert.
Vereinfacht lässt sich dieser Weg so darstellen:
Lunge → Sauerstoff → Hämoglobin → Blutkreislauf → Gehirn und Muskulatur
Ist die Hämoglobinkonzentration deutlich vermindert, steht dem Körper eine geringere Sauerstofftransportkapazität zur Verfügung.
Der Organismus versucht dies teilweise auszugleichen, beispielsweise durch eine erhöhte Herzfrequenz und eine gesteigerte Kreislaufleistung.
Gerade bei körperlicher Belastung können Beschwerden deshalb stärker auffallen.
Wie fühlt sich Schwindel bei einer Anämie an?
Patienten beschreiben häufig keinen typischen heftigen Drehschwindel.
Häufiger sind Beschwerden wie:
- Benommenheit
- allgemeine Unsicherheit
- Schwächegefühl
- schnelle Erschöpfbarkeit
- Konzentrationsprobleme
- verminderte Belastbarkeit
Zusätzlich können auftreten:
- auffällige Blässe
- Herzklopfen oder Herzrasen
- Kurzatmigkeit bei Belastung
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Kältegefühl
Wie stark die Beschwerden sind, hängt unter anderem davon ab, wie ausgeprägt die Anämie ist und wie schnell sie entstanden ist.
Eine langsam entstandene Anämie kann der Körper teilweise kompensieren. Bei einem raschen Blutverlust können dagegen bereits innerhalb kurzer Zeit ausgeprägte Kreislaufbeschwerden auftreten.
Eisenmangel und Anämie sind nicht dasselbe
Dieser Unterschied ist wichtig.
Eisenmangel bedeutet nicht automatisch, dass bereits eine Anämie besteht.
Eisen wird für die Bildung von Hämoglobin benötigt. Werden die Eisenspeicher zunehmend leer, kann deshalb zunächst ein Eisenmangel bestehen, während der Hämoglobinwert noch im Normbereich liegt.
Erst wenn die Hämoglobinbildung nicht mehr ausreichend aufrechterhalten werden kann, kann sich eine Eisenmangelanämie entwickeln.
Deshalb sollte bei Verdacht auf Eisenmangel nicht ausschließlich der Hämoglobinwert betrachtet werden.
Ein wichtiger Laborparameter zur Beurteilung der Eisenspeicher ist beispielsweise das Ferritin. Seine Interpretation kann allerdings durch Entzündungen beeinflusst werden und gehört deshalb in den klinischen Gesamtzusammenhang.
Warum entsteht ein Eisenmangel?
Ein Eisenmangel kann unterschiedliche Ursachen haben.
Dazu gehören beispielsweise:
- chronischer Blutverlust
- starke Menstruationsblutungen
- Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt
- unzureichende Eisenaufnahme
- erhöhter Eisenbedarf
- Störungen der Eisenaufnahme im Darm
Gerade bei Erwachsenen sollte deshalb nicht nur der Eisenmangel behandelt, sondern auch nach seiner Ursache gesucht werden.
Das gilt besonders dann, wenn keine offensichtliche Erklärung für den Mangel besteht.
Nicht jede Anämie entsteht durch Eisenmangel
Eisenmangel ist eine häufige Ursache einer Anämie – aber längst nicht die einzige.
Eine Anämie kann beispielsweise auch im Zusammenhang stehen mit:
- Vitamin-B12- oder Folatmangel
- chronischen Entzündungen oder Erkrankungen
- Nierenerkrankungen
- Blutverlust
- Störungen der Blutbildung
- einem verstärkten Abbau roter Blutkörperchen
Deshalb reicht es nicht aus, bei einem erniedrigten Hämoglobinwert automatisch Eisen einzunehmen.
Zunächst muss geklärt werden, welche Form der Anämie vorliegt und wodurch sie verursacht wird.
Anämie oder Gleichgewichtsorgan?
Die Beschwerden können sich überschneiden.
Bei einem typischen BPLS treten beispielsweise kurze Drehschwindelattacken nach bestimmten Lageveränderungen des Kopfes auf.
Bei einer vestibulären Hypofunktion können Kopfbewegungen, Blickstabilisation und Gleichgewicht deutlich beeinträchtigt sein.
Eine Anämie verursacht dagegen häufiger ein allgemeineres Gefühl von Benommenheit, Schwäche und verminderter Belastbarkeit.
Allerdings gilt auch hier:
Die Beschreibung des Schwindels allein reicht nicht aus, um die Ursache sicher festzustellen.
Entscheidend sind Anamnese, Begleitsymptome, klinische Befundung und – wenn entsprechende Hinweise bestehen – eine ärztliche Untersuchung einschließlich Blutuntersuchung.
MERKE
Nicht jeder Schwindel entsteht im Gleichgewichtsorgan.
Eine Anämie kann die Sauerstofftransportkapazität des Blutes vermindern und dadurch unter anderem Benommenheit, Müdigkeit und Leistungsschwäche verursachen.
Eisenmangel und Anämie sind nicht dasselbe. Ein Eisenmangel kann bereits bestehen, bevor der Hämoglobinwert absinkt.
Deshalb sollte nicht einfach Eisen eingenommen werden, sondern zunächst geklärt werden, ob ein Mangel besteht und wodurch er verursacht wird.
Im nächsten Teil schauen wir uns genauer an, welche Blutwerte bei Verdacht auf eine Anämie wichtig sind, was Hb, Ferritin, MCV und MCH bedeuten und wie die Behandlung von der jeweiligen Ursache abhängt.
Welche Blutwerte sind wichtig und wie wird eine Anämie behandelt?
Nachdem wir im ersten Teil gesehen haben, warum eine Anämie Benommenheit, Müdigkeit und Leistungsschwäche verursachen kann, stellt sich die entscheidende Frage:
Wie lässt sich feststellen, ob tatsächlich eine Anämie vorliegt – und wodurch sie verursacht wird?
Denn eine Anämie ist zunächst keine einzelne Erkrankung, sondern ein Befund, der unterschiedliche Ursachen haben kann.
Deshalb reicht es nicht aus, lediglich einen niedrigen Hämoglobinwert festzustellen.
Die entscheidende Frage lautet:
Warum ist der Hämoglobinwert erniedrigt?
Der wichtigste Wert: Hämoglobin
Der zentrale Laborwert zur Feststellung einer Anämie ist das Hämoglobin (Hb).
Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff innerhalb der Erythrozyten und für den Sauerstofftransport verantwortlich.
Ist die Hämoglobinkonzentration vermindert, spricht man – abhängig von Alter, Geschlecht, Schwangerschaft und klinischem Kontext – von einer Anämie.
Der Hb-Wert zeigt jedoch zunächst nur, dass eine Anämie besteht.
Er erklärt noch nicht ihre Ursache.
Dafür werden weitere Laborwerte benötigt.
MCV und MCH – wie sehen die roten Blutkörperchen aus?
Zwei besonders hilfreiche Werte sind MCV und MCH.
MCV – mittleres Zellvolumen
Das MCV beschreibt die durchschnittliche Größe der roten Blutkörperchen.
Sind die Erythrozyten ungewöhnlich klein, spricht man von einer mikrozytären Anämie.
Das findet man beispielsweise häufig bei einem Eisenmangel.
Sind die Erythrozyten dagegen ungewöhnlich groß, spricht man von einer makrozytären Anämie.
Hier können unter anderem ein Vitamin-B12- oder Folatmangel eine Rolle spielen.
MCH – Hämoglobingehalt der Erythrozyten
Das MCH beschreibt, wie viel Hämoglobin sich durchschnittlich in einem roten Blutkörperchen befindet.
Bei einer typischen Eisenmangelanämie sind die Erythrozyten häufig nicht nur kleiner, sondern enthalten auch weniger Hämoglobin.
MCV und MCH helfen deshalb dabei, eine Anämie zunächst einzuordnen und die Suche nach der Ursache gezielter fortzuführen.
Ferritin – wie voll sind die Eisenspeicher?
Bei Verdacht auf einen Eisenmangel ist Ferritin ein besonders wichtiger Laborparameter.
Ferritin dient als Speicherprotein für Eisen und gibt Hinweise darauf, wie gut die Eisenspeicher des Körpers gefüllt sind.
Ein deutlich erniedrigter Ferritinwert spricht in der Regel für einen Eisenmangel.
Allerdings gibt es eine Besonderheit:
Ferritin ist gleichzeitig ein sogenanntes Akute-Phase-Protein.
Bei Entzündungen oder bestimmten Erkrankungen kann der Ferritinwert erhöht sein. Dadurch kann ein vorhandener Eisenmangel unter Umständen schwieriger zu erkennen sein.
Deshalb wird Ferritin nicht isoliert betrachtet. Je nach Situation können weitere Werte wie Transferrin, Transferrinsättigung und Entzündungsparameter wie CRP hilfreich sein.
Eisenmangel ohne Anämie
Ein Punkt ist für Patienten besonders wichtig:
Ein Eisenmangel kann bereits bestehen, obwohl der Hämoglobinwert noch normal ist.
Der Körper greift zunächst auf seine Eisenspeicher zurück.
Erst wenn diese zunehmend erschöpft sind und nicht mehr genügend Eisen für die Hämoglobinbildung zur Verfügung steht, kann sich daraus eine Eisenmangelanämie entwickeln.
Deshalb sind die Begriffe Eisenmangel und Eisenmangelanämie nicht gleichbedeutend.
Umgekehrt gilt ebenfalls:
Nicht jede Anämie ist eine Eisenmangelanämie.
Einfach Eisen einzunehmen, nur weil der Hämoglobinwert niedrig ist, ist deshalb nicht sinnvoll.
Vitamin B12 und Folat
Auch Vitamin B12 und Folat werden für eine normale Blutbildung benötigt.
Ein ausgeprägter Mangel kann zu einer makrozytären beziehungsweise megaloblastären Anämie führen.
Besonders ein Vitamin-B12-Mangel ist für die Schwindelbefundung interessant.
Denn Vitamin B12 spielt nicht nur bei der Blutbildung, sondern auch für das Nervensystem eine wichtige Rolle.
Ein ausgeprägter Mangel kann deshalb zusätzlich neurologische Beschwerden verursachen, beispielsweise:
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle
- Sensibilitätsstörungen
- Gangunsicherheit
- Störungen der Tiefensensibilität
- Konzentrationsprobleme
Bei einem Patienten mit Gangunsicherheit und auffälliger Sensibilität muss deshalb nicht zwangsläufig das vestibuläre System die Ursache sein.
Retikulozyten – arbeitet das Knochenmark?
Retikulozyten sind junge rote Blutkörperchen.
Ihre Anzahl kann Hinweise darauf geben, wie das Knochenmark auf eine Anämie reagiert.
Sind beispielsweise nach einem Blutverlust oder bei einem verstärkten Abbau von Erythrozyten ausreichend Ausgangsstoffe vorhanden, kann das Knochenmark die Produktion steigern.
Eine Retikulozytenbestimmung kann deshalb bei der weiteren Einordnung einer Anämie hilfreich sein.
Welche Laboruntersuchungen tatsächlich erforderlich sind, richtet sich jedoch immer nach der individuellen Situation.
Warum ist die Suche nach der Ursache so wichtig?
Eine Anämie sollte nicht lediglich durch die Gabe von Eisen „korrigiert“ werden, ohne ihre Ursache zu kennen.
Besonders bei einer Eisenmangelanämie stellt sich die Frage:
Wo ist das Eisen geblieben?
Eine mögliche Ursache ist ein chronischer Blutverlust.
Bei Frauen vor der Menopause können beispielsweise starke Menstruationsblutungen eine Rolle spielen.
Daneben können Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt zu einem schleichenden Eisenverlust führen.
Weitere mögliche Ursachen sind:
- unzureichende Eisenaufnahme
- Störungen der Eisenaufnahme im Darm
- erhöhter Eisenbedarf
- chronische Erkrankungen
- Nierenerkrankungen
- Vitamin-B12- oder Folatmangel
- Erkrankungen der Blutbildung
Deshalb gehört zu einer guten Behandlung immer auch die Suche nach der zugrunde liegenden Ursache.
Wie wird eine Anämie behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.
Bei einer nachgewiesenen Eisenmangelanämie kann eine Eisensubstitution erforderlich sein. Je nach Situation erfolgt diese beispielsweise oral oder in ausgewählten Fällen intravenös.
Gleichzeitig muss geklärt werden, warum der Eisenmangel entstanden ist.
Bei einem Vitamin-B12- oder Folatmangel wird der entsprechende Mangel behandelt.
Bei einer Anämie aufgrund einer chronischen Erkrankung oder Nierenerkrankung steht dagegen häufig die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung im Vordergrund.
Bei einem relevanten Blutverlust muss dessen Ursache erkannt und behandelt werden.
Die Behandlung einer Anämie ist deshalb keine Einheitsbehandlung.
Nicht der niedrige Laborwert allein bestimmt die Therapie, sondern seine Ursache.
Eisen nicht einfach auf Verdacht einnehmen
Eisenpräparate sind frei erhältlich. Trotzdem sollte eine längerfristige Einnahme nicht einfach auf Verdacht erfolgen.
Zum einen kann Eisen Nebenwirkungen verursachen, insbesondere Magen-Darm-Beschwerden.
Zum anderen besteht die Gefahr, dass die eigentliche Ursache einer Anämie nicht erkannt wird.
Ein niedriger Hämoglobinwert bedeutet außerdem nicht automatisch, dass Eisen fehlt.
Deshalb ist der bessere Weg:
Mangel feststellen → Ursache klären → gezielt behandeln.
Was bedeutet das für Patienten mit Schwindel?
Bestehen neben dem Schwindel ausgeprägte Müdigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit bei Belastung, Herzklopfen oder eine ungewöhnlich geringe körperliche Leistungsfähigkeit, kann eine Blutuntersuchung sinnvoll sein.
Das gilt besonders dann, wenn eine vestibuläre Befundung keine plausible Erklärung für die Beschwerden liefert.
Gleichzeitig sollte eine Anämie nicht vorschnell für jeden Schwindel verantwortlich gemacht werden.
Ein Patient kann beispielsweise gleichzeitig eine Anämie und einen Lagerungsschwindel haben.
Entscheidend bleibt deshalb die Frage:
Passt der Befund tatsächlich zu den Beschwerden?
Wann sollte eine Anämie rasch ärztlich abgeklärt werden?
Die Dringlichkeit hängt unter anderem von der Ausprägung der Anämie, ihrer Entstehungsgeschwindigkeit und den Beschwerden ab.
Eine rasche medizinische Abklärung ist insbesondere wichtig bei:
- ausgeprägter Schwäche oder Kreislaufinstabilität
- Atemnot
- Brustschmerzen
- Synkope
- auffällig schnellem Herzschlag
- Verdacht auf akuten oder stärkeren Blutverlust
- schwarzem beziehungsweise teerartigem Stuhl
- sichtbarem Blut im Stuhl oder Erbrechen von Blut
Bei schweren akuten Beschwerden kann eine sofortige medizinische Versorgung erforderlich sein.
MERKE
Eisenmangel bedeutet nicht automatisch Anämie – und nicht jede Anämie entsteht durch Eisenmangel.
Der Hämoglobinwert zeigt, ob eine Anämie vorliegt. Werte wie MCV, MCH und Ferritin sowie je nach Situation weitere Laborparameter helfen dabei, die Ursache einzugrenzen.
Entscheidend ist deshalb nicht, einfach Eisen einzunehmen, sondern:
Anämie erkennen → Ursache finden → gezielt behandeln.
Fazit
Eine Anämie gehört zu den wichtigen nicht-vestibulären Ursachen, die bei unklarem Schwindel berücksichtigt werden sollten.
Typisch ist häufig weniger ein klassischer Drehschwindel als vielmehr eine Kombination aus Benommenheit, Müdigkeit, verminderter Belastbarkeit und allgemeiner Schwäche.
Die Ursache liegt nicht im Gleichgewichtsorgan, sondern in einer verminderten Sauerstofftransportkapazität des Blutes.
Eine Blutuntersuchung kann eine Anämie meist unkompliziert erkennen. Der Hämoglobinwert allein reicht jedoch nicht aus, um ihre Ursache festzustellen.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Eisenmangel und Eisenmangelanämie.
Für die Schwindelbefundung ergibt sich daraus eine einfache Botschaft:
Wenn die Beschwerden nicht zu einer vestibulären Erkrankung passen, lohnt sich der Blick über das Gleichgewichtsorgan hinaus.
Denn manchmal liegt die Erklärung für den Schwindel nicht im Innenohr – sondern im Blut.
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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Schwindel, Müdigkeit und Leistungsminderung können zahlreiche Ursachen haben. Bei Verdacht auf eine Anämie sollte eine Blutuntersuchung erfolgen und bei auffälligen Werten die zugrunde liegende Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Autor: Tom Hanf / Schwindelzentrum Saarbrücken