Warum ein niedriger Blutzucker Benommenheit, Zittern und Schwäche verursachen kann
Ein typisches Beispiel
Warum braucht das Gehirn Glukose?
Was passiert bei einer Hypoglykämie?
- Zittern
- Schwitzen
- Herzklopfen
- innere Unruhe
- Hungergefühl
- Blässe
- Konzentrationsstörungen
- Benommenheit
- Verwirrtheit
- ungewöhnliche Verhaltensänderungen
- Sehstörungen
- Koordinationsprobleme
- Sprachstörungen
- ausgeprägte Müdigkeit
- Krampfanfälle
- Bewusstlosigkeit auftreten.
Ist Schwindel bei Unterzuckerung ein echter vestibulärer Schwindel?
- „Ich werde ganz komisch im Kopf.“
- „Ich fühle mich plötzlich schwach.“
- „Ich kann mich nicht mehr richtig konzentrieren.“
- „Mir wird benommen.“
Wer hat ein erhöhtes Risiko für eine Hypoglykämie?
- Insulin
- bestimmten blutzuckersenkenden Medikamenten, insbesondere Sulfonylharnstoffen
- eine Mahlzeit ausgelassen wird
- weniger Kohlenhydrate als üblich gegessen werden
- ungewohnt viel Sport betrieben wird
- Alkohol konsumiert wird
- eine eingeschränkte Nierenfunktion besteht
- die Medikamentendosis nicht zum aktuellen Bedarf passt
Und bei Menschen ohne Diabetes?
- Blutdruck- und Kreislaufveränderungen
- Flüssigkeitsmangel
- Medikamente
- Anämie
- Herzrhythmusstörungen
- Stress- und Angstreaktionen
- andere Stoffwechselerkrankungen
„Ich brauche sofort etwas Süßes“ – ist das schon ein Beweis?
Wann wird eine Hypoglykämie gefährlich?
Wie erkennt und behandelt man eine Unterzuckerung?
Welche Blutzuckerwerte gelten als zu niedrig?
Der Messwert allein ist nicht alles
Blutzucker messen – aber richtig einordnen
Was tun bei einer akuten Unterzuckerung?
- Glukosetabletten beziehungsweise Traubenzucker
- Glukosegel
- zuckerhaltige Getränke
Was passiert bei einer schweren Hypoglykämie?
Warum entsteht eine Hypoglykämie bei Diabetes?
- zu viel Insulin
- bestimmte blutzuckersenkende Medikamente
- ausgelassene oder verspätete Mahlzeiten
- weniger Kohlenhydrate als erwartet
- ungewohnte körperliche Aktivität
- Alkohol
- Erkrankungen mit verminderter Nahrungsaufnahme
- Veränderungen der Nierenfunktion
Unterzuckerung ohne Diabetes – wie häufig ist das?
- bestimmte Medikamente
- Alkohol
- schwere Erkrankungen von Leber oder Niere
- hormonelle Störungen
- selten bestimmte insulinproduzierende Tumoren
- besondere Situationen nach Operationen am Magen-Darm-Trakt
Schwindel nach dem Essen – ist das eine Unterzuckerung?
- Benommenheit
- Schwäche
- Schwarzwerden vor Augen
- Gangunsicherheit
- Präsynkope
Kann Diabetes auch das Gleichgewichtsorgan selbst beeinträchtigen?
Bis hierhin ging es vor allem um eine akute Unterzuckerung. Sie kann Benommenheit, Schwäche und andere Beschwerden verursachen, die von Betroffenen häufig als „Schwindel“ bezeichnet werden – ohne dass zwingend eine Störung des Gleichgewichtsorgans vorliegt.
Bei einem länger bestehenden Diabetes mellitus muss jedoch noch ein anderer Aspekt berücksichtigt werden.
Studien zeigen, dass Diabetes mit Veränderungen des vestibulären Systems verbunden sein kann. Dabei können sowohl die Bogengänge als auch die Otolithenorgane – Utriculus und Sacculus – beziehungsweise deren nervale Verarbeitung betroffen sein.
Besonders interessant sind Untersuchungen mit vestibulär evozierten myogenen Potenzialen (VEMP). Sie weisen darauf hin, dass bei Menschen mit Diabetes Funktionsveränderungen der Otolithen häufiger auftreten können. Auch ein Zusammenhang mit der Dauer der Erkrankung, der Stoffwechseleinstellung und diabetischen Folgeerkrankungen wird diskutiert.
Für das Gleichgewicht kann dies besonders relevant werden, wenn mehrere Sinnessysteme gleichzeitig beeinträchtigt sind. Eine diabetische Polyneuropathie kann die Wahrnehmung aus Füßen und Beinen reduzieren. Eine diabetische Retinopathie kann die visuelle Orientierung verschlechtern. Kommt zusätzlich eine vestibuläre Funktionsstörung hinzu, fehlen dem Gehirn Informationen aus mehreren wichtigen Gleichgewichtssystemen gleichzeitig.
Die Folge können Gangunsicherheit, Gleichgewichtsprobleme und ein erhöhtes Sturzrisiko sein.
Wichtig ist deshalb die Unterscheidung:
Eine akute Unterzuckerung kann Schwindelgefühle verursachen, ohne dass das Vestibularorgan erkrankt ist. Ein Diabetes mellitus kann dagegen langfristig möglicherweise auch das vestibuläre System selbst beeinträchtigen.
Blutzucker oder Blutdruck?
Was bedeutet das für die vestibuläre Praxis?
- Treten die Beschwerden nüchtern auf?
- Besteht ein Zusammenhang mit Mahlzeiten?
- Gibt es gleichzeitig Zittern oder Schwitzen?
- Besteht ausgeprägtes Hungergefühl?
- Liegt ein Diabetes mellitus vor?
- Wird Insulin verwendet?
- Welche Medikamente werden eingenommen?
- Tritt der Schwindel während oder nach körperlicher Belastung auf?
- Wurde während einer Episode bereits der Blutzucker gemessen?